Die häufigsten Katzenkrankheiten

 

Unsere Zuchtkatzen werden von unserem Tierarzt, einer Tierklinik und einem Pawpeds zertifizierten Kardiologen in Pforzheim betreut und auf HCM und PKD geschallt. FIV und FelV  werden durch Blutproben im Labor ausgeschlossen, hierbei wird auch der Corona Titer bestimmt.

Ich möchte auf unserer Homepage weder Stammbäume noch Ergebnisse von Untersuchungen veröffentlichen, diese werden den neuen Kitteneltern und auch unseren Kittenbesuchern natürlich nicht vorenthalten. 

 

HCM

Die HCM ist die häufigste Herzerkrankung bei Katzen.

Kardiomyopathie bedeutet übersetzt Herzmuskelerkrankung. Die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine Erkrankung, welche durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet ist. Da diese Erkrankung auf Englisch "hypertrophic cardiomyopathy" heißt, wird sie auch im Deutschen als HCM oder HKM bezeichnet. Die Verdickung kann die gesamten Herzmuskeln, aber auch nur Teilabschnitte umfassen. Kommt es zu einer Verdickung unterhalb der Hauptschlagadermündung, spricht man von einer Obstruktion. Diese führt in der Regel zu einem Herzgeräusch. Die Muskulatur des Herzens wächst praktisch in den Kammerinnenraum, so dass sich das Lumen im Verhältnis zur Wandstärke erheblich verkleinert. Das Herz kann sich jetzt nicht mehr ausreichend mit Blut füllen, worauf es zu einem Rückstau in die linke Vorkammer und anschließend in den Lungenkreislauf kommt. Die Bildung von Lungenödemen (Flüssigkeit in der Lunge) oder Pleuralergüssen (Flüssigkeit in der Brusthöhle) ist die Folge.

Die Erkrankung ist für den Besitzer im Anfangstadium, wenn überhaupt, nur sehr schwierig zu erkennen. Katzen zeigen im Gegensatz zu Hunden selten typische Anzeichen einer Herzerkrankung, wie Husten oder Leistungsschwäche. 

In fortgeschrittenen Stadien kommt es oft zu Atemnot, welche sich häufig durch Hecheln zeigt. Dies kann ein Warnsignal sein, welches immer durch einen Tierarzt abgeklärt werden sollte.

Weitere hinweisende Symptome für eine Herzerkrankung sind:

  • mangelnder Appetit
  • vermehrtes Schlaf- und Ruhebedürfnis
  • deutlich nachlassende Spielfreude und Belastbarkeit
  • beschleunigte Atmung mit Bauchpresse
  • Atmen/Hecheln durch den offenen Fang nach Belastung
  • bläuliche Schleimhäute
  • tastbar/sichtbar beschleunigte Herzfrequenz
  • unklare Umfangsvermehrung des Leibes durch Wasseransammlung

 Die endgültige Diagnose kann nur mittels eines Herzultraschalls gestellt werden. Deshalb ist die Echokardiographie, die Ultraschalluntersuchung des Herzens, Diagnostikum der Wahl. Mit Hilfe des ein- und zweidimensionalen Echokardiogramms kann der erfahrene Untersucher genaue Aussagen zu den kardialen Kammer- und Herzwanddimensionen sowie der Muskelkontraktilität und Auswurfleistung machen. Die Dopplermethode ermöglicht darüber hinaus die Bestimmung der Blutflussrichtung und –geschwindigkeit und ist damit in der Diagnostik von Herzgeräuschen von unschätzbarem Wert. Die Echokardiographie bietet zudem als einzige Methode die Möglichkeit, die prognostisch äußerst ungünstige Thrombenbildung in den Vorhöfen zu erkennen. Mit Hilfe der Echokardiographie können die felinen Kardiomyopatien, wie hypertrophische, dilatative und restriktive (intermediäre und nicht klassifizierte) Kardiomyopathien voneinander unterschieden werden.

Quelle: Tierkardiologie

 

PKD

Polyzystische Nierenerkrankung (PKD)

Die polyzystische Nierenerkrankung ist eine weit verbreitete Erbkrankheit, die Perserkatzen und deren Abkömmlinge betrifft. Rund 38 % der Perserkatzen weltweit leiden an dieser Erkrankung, was einen Anteil von 6% an der Gesamtkatzenpopulation ausmacht. Die PKD kann somit als bedeutendste vererbte Erkrankung bei der Katze angesehen werden. Sie führt neben der Bildung von Zysten in Leber und Bauchspeicheldrüse zur Bildung von flüssigkeitsgefüllten Zysten in der Niere, die letztendlich das Nierenversagen verursachen, das zum Tode einer betroffenen Katze führt. Die PKD tritt im jugendlichen Alter der Katze auf. Die Diagnose mittels Ultraschall kann frühestens mit dem Auftreten erster Krankheitserscheinungen im Alter von ca. 8 Monaten gestellt werden.

Quelle: Laboklin

 

FIV

Das Feline Immundefizienz-Virus (FIV) ist ein Virus aus der Familie der Retroviren. Das Virus löst bei Katzen eine Immunschwächekrankheit aus, die als Felines Immundefizienzsyndrom oder umgangssprachlich als Katzen-AIDS bezeichnet wird, da sie der Erkrankung AIDS beim Menschen stark ähnelt. Menschen können sich jedoch mit FIV nicht infizieren. FIV gehört innerhalb der Retroviren zur Gattung der Lentiviren und wurde 1986, also vier Jahre nach der Entdeckung desHumanen Immundefizienz-Virus (HIV), zum ersten Mal beschrieben. Die Erkrankung ist bisher nicht wirkungsvoll behandelbar, verläuft aber oft über lange Zeit symptomlos. Langfristig wird jedoch das Immunsystem zerstört und Sekundärinfektionen führen zum Tod. Bisher wurden neun verschiedene Stämme des Virus aus elf verschiedenen Katzenarten isoliert, darunter spezifische Stämme ausLöwen und Pumas. Auch in der Tüpfelhyäne, die nicht zur Familie der Katzen gehört, wurde FIV gefunden. Neben dem Felinen Coronavirus, dem Erreger der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP) und dem Felinen Leukämievirus (FeLV), dem Erreger der Katzenleukämie, gehört das Virus zu den Auslösern der klinisch bedeutsamsten viralen Infektionskrankheiten bei Hauskatzen.

Quelle: Wikipedia

 

FELV

Die Katzenleukämie ist eine Erkrankung der Katzen, an deren Entstehung der Subtyp A des Felinen Leukämievirus (FeLV) maßgeblich beteiligt ist. Die Erkrankung ist ansteckend und endet in der Regel mit dem Tod. Das klinische Bild der Erkrankung ist sehr variabel. Sie zeigt sich unspezifisch in Fressunlust und Abgeschlagenheit. Ein Teil der Tiere entwickelt bösartige Tumoren des lymphatischen Systems, andere schwere Veränderungen des Blutbilds, Immunschwäche und Nierenerkrankungen. Trächtige Katzen zeigen Fehlgeburten. Der Nachweis der Erkrankung erfolgt durch indirekten Virusnachweis. Eine vorbeugende Schutzimpfung ist möglich und vor allem bei Freigängern angezeigt.

Quelle: Wikipedia